Kirche geht bewusst nach draußen

Kirche geht bewusst nach draußen

Andachtsreihe auf den Spuren von Jesus Christus startet am Montag bei der CZ

Kirche geht bewusst nach draußen-1

Foto: Oliver Knoblich

Cellesche Zeitung, 20.03.2018 (Andreas Babel)  –  CELLE. Die jungen Maler sind mit Feuereifer bei der Sache. Sie sind momentan dabei, letzte Hand an Ihre Kunstwerke anzulegen. Sie gestalten einige Kabinen mit einfachen biblischen Darstellungen. Diese Kabinen werden am Dienstag, 27. März, ab 18 Uhr, den Rahmen für eine Andacht bilden, die im Rahmen der „Wunden Punkte“ an sechs verschiedenen Orten in Celle stattfinden wird.

Immer um 18 Uhr treffen sich dabei Gläubige, um in der Karwoche der Leidensgeschichte Jesu zu gedenken. Sie kommen aber auch zusammen um sich zu vergegenwärtigen, was diese fast 2000-jährige Geschichte mit uns heute zu tun hat. „Wir sind mit dieser Andachtsreihe ganz bewusst nach draußen gegangen“, sagte Pastor Martin Prüwer bei der Vorstellung der Reihe, die in der kommenden Woche bei der Celleschen Zeitung startet. Die Organisatoren vom Kirchenkreis Celle rechnen bei jeder dieser Andachten mit 50 bis 80 Teilnehmern. Jede einzelne soll eine gute halbe Stunde dauern. Die meisten werden im Stehen abgehalten. „Für Ältere werden sicherlich überall Sitzgelegenheiten vorhanden sein“, meint Pastor Uwe Schmidt-Seffers der die Andacht im Innenhof der Celleschen Zeitung leiten wird. Im Anschluss an die Worte des Pastors wird immer ein Vertreter der Institution zu einem besonderen Thema (siehe Infokasten unten) sprechen. Bei der CZ wird es um das große Thema Wahrheit gehen und auch darum, welche große Verantwortung die Medien für die Gemeinschaft und den Einzelnen haben. Bei jeder Andacht werden die Lieder von Instrumentalisten begleitet. „Wir haben darauf geachtet, dass die Lieder aus dem Gesangbuch die Sprache unserer Zeit haben“, sagte Prüwer.

Das Thema „Tierheim in Not“ ist bewusst gewählt worden, so Pastor Arthur Wecker, denn alle 519 Heime des Tierschutzverbundes befänden sich in großer finanzieller Not. Die nächsten 16 Monate würden darüber entscheiden, ob diese Tierheime überhaupt fortbestehen könnten. Es sei zwar eine staatliche Aufgabe, sich um „Fundtiere“ zu kümmern, aber der Mensch habe die durch die Bibel vorgegebene Pflicht, sich auch um Tiere zu kümmern. Wecker hob die gewaltige Leistung der Ehrenamtlichen in den Tierheimen hervor.

Im Johanniterhaus werde es am 29. März festlich zugehen, denn hier werde das Abendmahl mit den Bewohnern und ihren Gästen gefeiert, so Pastorin Maren Sachau. TAS-Geschäftsführer Andreas Schröder freut sich, dass die Andacht von den Malern so gut vorbereitet wird. Er weist darauf hin, dass viele der Teilnehmer keine Christen seien, aber alle „ordnen sich den christlichen Idealen unter, behalten aber ihren Hintergrund“. Für ihn ist die TAS „ein Ort der Begegnung“. Und das wird sie am 27. März ganz besonders sein.

Sechs „Wunde Punkte“ in der Karwoche

Montag, 26. März: „Was ist Wahrheit?“ bei der Celleschen Zeitung, Bahnhofstraße 3, im Innenhof hinter dem großen Durchfahrttor, Pastor Uwe Schmidt-Seffers, Musik: Friedhelm Keil (Keyboard).

Dienstag 27. März „Berufsbildung für Alle“ bei den TAS (Technische Ausbildungsstätten), in der Malerwerkstatt, Am Wasserturm 35, Pastor Stephan Eimterbäumer, Musik: Band „Alpha und Omega“.

Mittwoch, 28. März: „Demenz – Möge dieser Kelch an mir vorübergehen“ bei der Celler Demenz-Initiative, Fritzenwiese 117, Pastor Helmut Geiger, Musik: Ingfried Schawohl (Keyboard) und Philipp Steinebach (Saxophon).

Donnerstag, 29. März: „Brot und Wein zur Stärkung“ im Alten- und Pflegeheim „Johanniterhaus“, Wittestraße 7, mit Abendmahl, Pastorin Maren Sachau, Musik: Ekkehard Popp (Keyboard).

Freitag 30. März: „Abschied fürs Leben gestalten“ auf dem Stadtfriedhof (auf dem Areal „Rosenfrieden), Dörnbergstraße 2, Pastor Martin Prüwer, Musik: Friedhelm Keil (Gitarre).

Samstag 31. März, „Tierheim in Not“ im Außenbereich des Tierheims Garßen, Garßener Weg 10, Pastor Helmut Geiger, Musik: Ingfried Schawohl (Keyboard).

Immer ab 18 Uhr.