Altes Kulturgut für Winser Heimatverein restauriert

Altes Kulturgut für Winser Heimatverein restauriert – „Cellesche Zeitung“, 15.12.2014 – Der Arbeitskreis Sammlung und TAS Celle Winsen Mühle Projekt (12)Archiv des Winser Heimatvereins (WHV) hat kürzlich den Ausbildungsbereich landwirtschaftliches Gerät in der Heuscheune auf dem Winser Museumshof umgestaltet. Dort werden Werkzeuge und Geräte zur Feldbestellung, zur Aussaat und zur Ernte gezeigt. Ein Gerät ist jetzt in der Sammlung ergänzt worden: Eine Sackausstaubmaschine.
WINSEN. „Es ist ganz wichtig, die alten Teile zu erhalten, denn solche Sachen gibt es nicht wieder“, findet der Geschäftsführer der Technischen Ausbildungsstätte in Celle (TAS), Andreas Schröder. Darum sei es kein Problem für die TAS, im Rahmen eines Projektes alte landwirtschaftliche Geräte wieder aufzuarbeiten. Für Mayk Pabst, Matthias Tschorsch, Marcel Gramlich, David Passiki und Hikmet Bice bot sich so die einzigartige Gelegenheit, seltenes altes Kulturgut so zu reparieren, dass es wieder gezeigt und vorgeführt werden kann.
Mit Fräsen, Drehen, Schleifen, Feilen, Vernieten, Demontieren und Montieren befassten sich die TAS-Umschüler im vergangenen Schulhalbjahr. „Wir haben 87 Kettenglieder aus Baustahl S 235 hergestellt und dazu erforderliche Hilfswerkzeuge und Passstifte gefertigt“, beschreibt Ausbildungsleiter Klaus-Peter Sommer die Arbeiten in der TAS.
Der WHV hatte schon im vergangenen Jahr eine über 100 Jahre alte Windfege zu restaurieren und jetzt wartete er mit einer um 1850 gebauten Sackausstaubmaschine auf. Darin wurden früher geleerte Mehlsäcke ausgeklopft. Das anfallende Mehl wurde unten gesammelt. „Das ist ein interessantes Projekt für das Gemeinwohl“, begründete Schröder den Einsatz seiner Umschüler. Vor dem Winser Museumshof übergaben die nun das Gerät an den WHV-Vorsitzenden Heinrich Lindhorst und an Michael Bastian, Leiter des WHV-Arbeitskreises Sammlung und Archiv.
„Die erforderlichen Teile gibt es gar nicht zu kaufen, das ist alles Maßarbeit“, hob dann auch Lindhorst die Bedeutung für die museale Arbeit hervor. Oft wisse man gar nicht, wie das Original ausgesehen hat. Der WHV habe auf dem Museumshof über 2200 Exponate, die anschaulich Einblicke in das frühere ländliche und bäuerliche Leben und Arbeiten in der Region ermöglichen. „Die nahezu vollständig aus Holz und Eisen hergestellten Gerätschaften erleichterten damals die bäuerliche Handarbeit“, unterstrich Lindhorst. „Wir hoffen, die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der TAS in Celle auch in Zukunft fortsetzen zu können.“

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