TAS integriert junge Flüchtlinge in Ausbildung

Integration durch Ausbildung

Die TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH engagiert sich für die Integration junger Flüchtlinge in Ausbildung und unterstützt hierdurch die Unternehmen der Region bei der Gewinnung des dringend benötigten Fachkräftenachwuchses. Drei positive Beispiele werden nachfolgend angeführt.

v. li. Dennis Gerbsch, Hayatullah Hamidi, Volker Trappe

v. li. Dennis Gerbsch, Hayatullah Hamidi, Volker Trappe

Bereits von klein auf wollte Hayatullah Hamidi etwas mit Elektronik machen. In seiner Heimat besuchte er das Gymnasium und bereitete sich darauf vor, einmal in seinem Wunschberuf zu arbeiten. Etwas praktische Erfahrung in einer Elektronik-Firma konnte Hayatullah schon in seinem Heimatland Afghanistan sammeln.

Doch dann kam der Krieg. Die Flucht aus dem Kriegsgebiet führte ich nach Celle.

Hayatullah ist glücklich darüber, dass ihm, dem minderjährigen unbegleiteten Flüchtling aus Afghanistan, die Firma Ferneh Nehrig GmbH die Chance gab, sich in einem Praktikum zu beweisen. In diesem Praktikum zeigte er sein Talent bei der Reparatur von elektronischen Geräten und präsentierte sich mit Engagement und hoher Lernbereitschaft. Am 1. November letzten Jahres wechselte Hayatullah dann in die Einstiegsqualifizierung zum Elektroniker. Hierbei bereitete er sich durch die praktische Arbeit in der Fernseh Nehrig GmbH gezielt auf eine Ausbildung vor. Auch seine Deutschkenntnisse verbesserten sich stetig.

Am 1. August war es nun soweit. Sein Traum ging in Erfüllung. Dennis Gerbsch, stellvertretender Geschäftsführer der Fernseh Nehrig GmbH hat mit ihm einen Ausbildungsvertrag zum Elektroniker abgeschlossen. Hayatullah ist glücklich und dankbar dafür, dass ihm die Möglichkeit geboten wird seinem Wunschberuf zu erlernen und in Deutschland Fuß zu fassen

Natürlich warten mit dem schulischen Teil dieser Ausbildung noch viel Arbeit auf ihn, die er aber gerne angehen möchte und für die er umfangreiche Unterstützung durch seinen Ausbilder, Volker Trappe, erhält.

Die Grundlage für diese Ausbildung wurde vor genau einem Jahr gelegt, als der damals noch 17-jährige in die PerjuF-Maßnahme bei der TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH einstieg. Sein Ausbilder in der TAS GmbH hatte schon früh sein Talent im Umgang mit elektronischen Geräten erkannt und gefördert. Bei der TAS GmbH wurde er fachlich und sprachlich geschult und pädagogisch begleitet.

v. li. Christian Czepluch, Kathrin Rzepa, Lamin Saidy

v. li. Christian Czepluch, Kathrin Rzepa, Lamin Saidy

Lamin Saidy aus Gambia ist glücklich darüber, in Deutschland einen Betrieb gefunden zu haben, der ihm die Chance bietet, sich beruflich weiter zu qualifizieren. Nach einem Praktikum im Seniorenpflegeheim St. Annenstift in der Blumlage in Celle absolviert er seit dem 1. August 2017 eine Einstiegsqualifizierung mit dem Ziel im nächsten Jahr die Ausbildung zum Koch zu beginnen.

Der Weg ist nicht einfach, da er schon früh morgens mit dem Bus aus Hermannsburg aufbrechen muss, um schon um 6.00 Uhr im Betrieb zu beginnen. Aber Lamin hat im 6-wöchigen Praktikum gezeigt, dass er das schaffen kann und möchte. Er hat den unbedingten Willen, trotz der sprachlichen Hürde in Deutschland eine Ausbildung schaffen zu wollen. In Gambia sah er für sich keine Lebensperspektive mehr und musste um sein Leben bangen. Nun bekommt Lamin hier in Deutschland eine neue Perspektive für sein Leben.

Die Grundlage für diese Einstiegsqualifizierung im Betrieb wurde vor 10 Monaten gelegt, als der 19-jährige in die von der Agentur für Arbeit in Celle geförderte Maßnahme „Perspektive für junge Flüchtlinge“ (PerjuF) bei der TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH einstieg. Von Beginn an nahm sich der Sozialpädagoge, Wolfram Thomas, seiner an. Er unterstützte ihn beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb. Die Suche war erfolgreich. Frau Kathrin Rzepa (Heimleitung) und Herr Christian Czepluch (Ausbilder) von dem St. Annenstift gaben Lamin die Möglichkeit, ein Praktikum in ihrem Betrieb zu absolvieren.

Das Praktikum verlief durchaus positiv. Lamin machte die Arbeit Spaß und auch der Küchenchef Christian Czepluch war in der Praktikumszeit mit ihm zufrieden.

Jetzt geht es darum, weiter am Ball zu bleiben und im Betrieb sowie auch in der Berufsschule alles dafür zu tun, dass die berufliche Qualifizierung weiter erfolgreich verläuft.

Schon bevor Hamid Yaqubi nach Deutschland kam, hatte er den Entschluss gefasst, einmal als Friseur arbeiten zu wollen.

Hamid Yaqubi in Aktion, Auszubildender  bei „Bärbels Haarmode“

Hamid Yaqubi in Aktion, Auszubildender bei „Bärbels Haarmode“

In Afghanistan wurde Hamid geboren, ist dann mit seiner Familie im Iran aufgewachsen und konnte nach seiner Schulzeit schon etwas praktische Erfahrung in einem Friseursalon sammeln.

Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling kam Hamid im Februar 2015 nach Celle. Nach der Teilnahme an einem Sprach- und Integrationsprojekt erhielt der damals noch 17-jährige die Möglichkeit, sich auf eine Berufsausbildung vorzubereiten. Bereits während der ersten Tage bei der TAS wurde klar, dass ihm technische Berufe nicht liegen und er lieber als Friseur arbeiten würde.

Da Hamid Yaqubi in der Projektwerkstatt sehr zuverlässig war und gleichzeitig großes Interesse an einer Friseurausbildung zeigte,  suchte TAS-Sozialpädagoge Wolfram Thomas einen geeigneten Friseur-Betrieb um ihn möglichst schnell in ein Praktikum zu vermitteln. Hamid bewarb sich schließlich bei „Bärbels Haarmode“ und wurde genommen. Im Praktikum zeigte Hamid sehr schnell was in ihm steckt und welche Begeisterung er für diesen Beruf entwickelt.

Die Ausbilderin Frau Bärbel Sachmerda war von der Motivation, der Lernbereitschaft und der Zuverlässigkeit des Teilnehmers angetan und so waren beide Seiten froh, dass Hamid ab 1.September letzten Jahres in eine Einstiegsqualifizierung zum Friseur einsteigen konnte.

Im Laufe des letzten Jahres konnte Hamid im Betrieb und in der Berufsschule viel dazulernen sowie seine Deutschkenntnisse noch weiter verbessern.

Am 1. August 2017 war es nun für Hamid soweit. Sein Traum ging in Erfüllung. Die Inhaberin Frau Bärbel Sachmerda hat mit ihm einen Ausbildungsvertrag zum Friseur  abgeschlossen. Hamid ist glücklich und dankbar die Chance zu bekommen seinen Wunschberuf zu erlernen. Frau Sachmerda als Ausbilderin lobt Hamid bereits nach einem Jahr in den höchsten Tönen.

Im Rahmen der durch die Agentur für Arbeit Celle geförderten PerjuF- Maßnahme werden Jugendliche durch Ausbilder und Sozialpädagogen der TAS – Technische Ausbildungsstätten GmbH und der DAA beruflich orientiert, fachlich angeleitet und bei dem nächsten Schritt in das Berufsleben unterstützt. Ziel dieser Maßnahme ist es, junge Flüchtlinge durch Projektarbeiten und die Vermittlung berufsfachlicher Sprachkenntnisse auf eine Ausbildung oder Arbeit vorzubereiten.

Wenn Plätze frei sind, ist jederzeit ein Start in die 4-6-monatige Maßnahme möglich. Bei Interesse sollten sich die jungen Flüchtlinge an ihre Berater der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters wenden.

Unternehmen aus allen Berufsbereichen, die wie die Ferneh Nehrig GmbH, das St. Annenstift und „Bärbels Haarmode“ Interesse haben, jungen Flüchtlingen eine Chance zu geben, können sich direkt an die TAS–Technische Ausbildungsstätten GmbH wenden.

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